
Über mich
Katha
Ich bin Katha, ehemals Betroffene von Vaginismus und Vulvodynie – heute Begleiterin für psychosoziale Gesundheit, zertifizierte systemische Coachin.
Ich helfe Menschen mit Vagina, die unter Schmerzen, Anspannung oder Ängsten im Genitalbereich leiden, dabei, ihren Körper wieder zu verstehen, Sicherheit zurückzugewinnen und Sexualität selbstbestimmt zu gestalten – damit Intimität nicht länger mit Schmerz, Scham oder Vermeidung verbunden ist.
Mein Warum
Der VagiTalk ist aus einer sehr persönlichen Geschichte entstanden:
Aus Scham, Unsicherheit, Schmerzen und dem Gefühl, mit all dem allein zu sein. Aber auch aus Hoffnung, kleinen Fortschritten, wertvollen Begegnungen und der Erfahrung, dass Veränderung möglich ist.
2012 erhielt ich die Diagnose Vaginismus. Damals gab es im deutschsprachigen Raum kaum Bücher, wenig Wissen und kaum Referenzen bei Therapeut*innen oder Beratungsstellen.
Ich fühlte mich sehr allein. In dieser Zeit schwor ich mir: Sollte ich irgendwann einen Weg raus aus dem Schmerz finden, gehe ich damit an die Öffentlichkeit.
Mein Weg war lang und nicht linear. Neben verhaltenstherapeutischer Unterstützung wurde 2019 eine intensive Traumatherapie notwendig, weil alte und neue Belastungen zusammenkamen. Dieser Schritt war ein wichtiger Teil meines Prozesses.
Die Vulvodynie verabschiedete sicg bereits Ende 2012. 2021 - 8 Jahre später - konnte ich meinen Vaginismus lösen.
Seitdem setze ich meine Erfahrung in Aufklärung, Selbsthilfe und Coaching ein.
Für wen ich da bin
Der VagiTalk richtet sich an:
• Betroffene, ehemals Betroffene und nahestehende Personen von Vaginismus, Vulvodynie, Dyspareunie
• Menschen, die einen eigenen Verdacht bezüglich Vaginismus, Vulvodynie, Dyspareunie oder einen Leidensdruck bezüglich Beschwerden und oder Schmerzen im weiblichen Genitalbereich mit oder ohne Sexualität haben
• Partner*innen, Angehörige und alle Menschen, die sich informieren oder zu einer offeneren, achtsameren Gesprächskultur über Sexualität beitragen möchten
• Fachpersonen wie Sexualtherapeutinnen, Beckenbodentrainerinnen, Gynäkolog*innen, die mit ihrer Aufklärungsarbeit sichtbar werden möchten (gerne auch anonym)
Was ist noch wissenswert?
Meine Haltung
Für mich geht es nicht primär um „endlich wieder funktionieren“. Es geht um einen Weg:
von „Das kann ich nicht“ hin zu „Ich weiß, was ich mag, mir gut tut und was ich will.“
Ich betrachte Vaginismus, Vulvodynie und andere sexuelle Schmerzstörungen als komplexe, individuelle Erfahrungen, bei denen Körper, Psyche, Beziehung und gesellschaftliche Prägungen zusammenspielen. Der Beckenboden ist dabei kein Feind, der „versagt“, sondern ein Schutzsystem, das bei Angst, Schmerz oder Druck mit unwillkürlicher Anspannung reagiert. Diese Reaktion kann sich verselbstständigen und den Körper in eine Schutzspirale bringen.
In meiner Arbeit sehe ich den Körper nicht als Problem, das repariert werden muss, sondern als Verbündeten, der Signale sendet. Meine Haltung ist ressourcenorientiert, wertschätzend und nicht-pathologisierend. Heilung und Veränderung sehen für jeden Menschen anders aus. Es gibt keinen perfekten Weg und kein festes Tempo – aber es gibt Hoffnung, Unterstützung und die Möglichkeit, wieder mehr Vertrauen in den eigenen Körper und das eigene Leben zu entwickeln.
Eine Metapher, die meinen Weg gut beschreibt:
„Aus dem Feind, der mich verschließt, wurde ein Beschützer, der mir sagt: Achte auf dich. Und aus dem Beschützer eine beste Freundin, die mich anstupst, wenn ich mal wieder meine Bedürfnisse und Grenzen übergehe – und nun bin ich selbst meine beste Freundin.“
Was ich anbiete
Der VagiTalk bietet in einem geschützten Rahmen:
- Aufklärungsarbeit zu Vaginismus, Vulvodynie, Dyspareunie und anderen Beschwerden im Genitalbereich
- Tipps im Umgang mit vaginalen Schmerzen bzw. Schmerzen an der Vulva in der Partnerschaft sowie rund um schwanger werden, Schwangerschaft und Geburt
- Kraft und Mut durch Austausch, Psychoedukation und begleitende Gespräche
Konkret biete ich:
- Online-Selbsthilfegruppe (jeden 1. oder 2. Mittwoch im Monat, online über WhatsApp mit Video):
- Austausch, gemeinsame Themen, kleine freiwillige Übungen, gelegentliche Expert*innen-Inputs
- 1:1-Coaching (einzeln oder als Paarberatung):
- systemisch, ressourcenorientiert, individuell auf deine Geschichte abgestimmt
- Podcast „DerVagiTalk“:
- Geschichten, Wissen und Impulse zur Enttabuisierung und Stärkung betroffener Menschen
Wichtig:
Die Informationen auf dieser Website und in meinen Angeboten dienen der Orientierung und ersetzen keine medizinische, psychotherapeutische oder physiotherapeutische Diagnostik und Behandlung. Bei Schmerzen, Beschwerden, Trauma-Folgen oder unklaren Symptomen ist eine fachärztliche und gegebenenfalls psychotherapeutische Abklärung wichtig.
Unterschied zwischen der Selbsthilfegruppe und dem Coaching bei mir
Jeder Mensch ist so individuell und jede Geschichte dazu ebenfalls. Natürlich ist es möglich in Eigenregie den nichtorganischen Vaginsmus zu lösen bzw. einen gesunden Umgang mit diesem gefunden werden.
Es ist ein langer Weg mit Höhen und Tiefen und wenn Betroffene einen Mentor haben, der Rückenwind gibt, eine Freundin ist, die man sich in manchen Situationen nicht selbst sein kann, dann ist das 1 zu 1 Coaching der Fels in der Brandung, der Halt gibt auch wenn es stürm. Eine Person die liebevolle Worte schenkt, wenn man selbst keine mehr für sich findet. Es ist jemand da, der den Blickwinkel dreht und weitet und die eigene Einschätzung ggf. korrigieren darf. Vor allem ist da jemand, mit dem die Betroffenen ihre Erfolge, kleine oder große manchmal gigantische, feiern kann.
Und eines kann ich sagen, ich weiß nach fast 20 Jahren Betroffenheit nicht alles, aber ich weiß wie vieles sich anfühlt und dass es immer einen Weg gibt den Leidensdruck handzuhaben, auch wenn man ihn im Moment nicht sieht.
Meine Mission
Den Bekanntheitsgrad der Themen Vaginismus, Vulvodynie und Dyspareunie bzw. sexueller Schmerzstörungen und daraus resultierenden Leidensdruck unter Menschen und insbesondere unter Ärztinnen und Gynäkologinnen zu erhöhen, sodass diese künftig nicht nur Teil der gynäkologischen Facharztausbildung werden, sondern auch die Behandlung vollumfänglich von den Krankenkassen getragen wird.
Kurz: Enttabuisierung für mehr Lebensqualität.
Schön, dass du da bist
Vielleicht kennst du das Gefühl, wenn Intimität zur Herausforderung wird, Untersuchungen Angst machen oder dein Körper sich anfühlt, als würde er gegen dich arbeiten. Vielleicht suchst du Antworten, Verständnis, Austausch oder einfach einen Ort, an dem du nichts erklären musst. Hier bist du damit willkommen.
Du musst diesen Weg nicht allein gehen.
Ich freue mich von Herzen, dich kennenzulernen und in der Community willkommen zu heißen.
von Herzen

